Heilpädagogische Tagesgruppe „Dörte Herzog“

Teilstationäre Einrichtung
Ein sicherer Ort zum Ankommen, Lernen und Wohlfühlen
Die Heilpädagogische Tagesgruppe „Dörte Herzog“ ist ein teilstationäres Angebot der Kinder- und Jugendhilfe. Sie verbindet Leistungen der Hilfe zur Erziehung (§ 32 SGB VIII) und der Eingliederungshilfe (§ 35a SGB VIII).
Wir begleiten Kinder und Jugendliche mit besonderen emotionalen, sozialen und/oder familiären Belastungen auf ihrem Entwicklungsweg. Ziel unserer Arbeit ist es, sie dabei zu unterstützen, sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln.
Viele der jungen Menschen, die zu uns kommen, haben belastende Lebens- und Beziehungserfahrungen gemacht. Deshalb schaffen wir einen verlässlichen, strukturierten und emotional sicheren Rahmen, in dem sie Stabilität erleben, Vertrauen entwickeln und neue positive Beziehungserfahrungen machen können.
Kontakt
Gemeinsam wachsen
Unsere heilpädagogische Arbeit verbindet bindungsorientierte, systemische und ressourcenorientierte Ansätze. Dabei orientieren wir uns an den individuellen Stärken, Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten jedes Kindes.
Die Tagesgruppe versteht sich als Entwicklungsraum für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Gemeinsam mit den Sorgeberechtigten fördern wir Erfahrungen von Vertrauen, Selbstwirksamkeit und Zugehörigkeit und eröffnen neue Perspektiven für eine gelingende Teilhabe am sozialen Leben.
Wir haben Plätze frei
Heilpädagogische Tagesgruppe „Dörte Herzog“
Czermaks Garten 11
04103 Leipzig
E-Mail: tg_doert@teamsozialehilfen.de
Telefon: 0163 613 14 07
Teilstationäre Einrichtung
FAQ
Die heilpädagogische Tagesgruppe Dörte Herzog ist eine jungenspezifische Einrichtung für Kinder und Jugendliche, die aufgrund emotionaler, sozialer und familiärer Belastungen Begleitung benötigen.
Dazu gehören insbesondere Kinder und Jugendliche mit Unterstützungsbedarf in folgenden Bereichen:
- emotionale und soziale Entwicklung
- Verhalten im Schul- und Gruppenalltag
- belastenden Lebens- und Familienerfahrungen
- traumatischen oder schwierigen biografischen Erlebnissen
- erhöhtem Förderbedarf im Lernen und Sozialverhalten
Im Mittelpunkt stehen die individuelle Förderung und Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrer Lebensumstände.
Ziel ist es, sichere Beziehungen aufzubauen, emotionale Stabilität zu fördern und die soziale Entwicklung zu stärken. Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden und neue Bewältigungsstrategien für ihren Alltag entwickeln.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit und unterstützt die Entwicklung im familiären Umfeld.
Zentrale Ziele sind insbesondere:
- Förderung der individuellen Entwicklung im emotionalen, sozialen und kognitiven Bereich
- Aufbau von Stabilität und verlässlichen Beziehungen
- Stärkung von Selbstvertrauen und sozialen Kompetenzen
- Unterstützung bei der Bewältigung von Belastungen und Konflikten
- Erleben von Gemeinschaft und sozialer Teilhabe in der Gruppe
- Zusammenarbeit mit den jungen Menschen und ihren Eltern bzw. Sorgeberechtigten im Hilfeprozess
Unsere Arbeit basiert auf einem systemisch – ressourcenorientierten Ansatz und schafft einen sicheren und verlässlichen Rahmen für Kinder und Jugendliche.
Wir unterstützen sie dabei, Gefühle wahrzunehmen, auszudrücken und angemessen mit ihnen umzugehen. Partizipation ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Die Kinder und Jugendlichen werden aktiv in den Hilfeprozess einbezogen und in ihrer Selbstständigkeit gestärkt.
Durch stabile Beziehungen und eine verlässliche Struktur können neue Lern – und Entwicklungserfahrungen ermöglicht werden. Dabei orientieren wir uns an der Lebenswelt der jungen Menschen.
Die Zusammenarbeit mit den Familien erfolgt im kontinuierlichen Austausch auf Augenhöhe.
Ein Platz in der Heilpädagogischen Tagesgruppe „Dörte Herzog“ wird in der Regel über den Allgemeinen Sozialdienst (ASD) beantragt. Bitte wenden Sie sich dafür zunächst an den ASD ihres Stadtbezirks. Die zuständige Stelle finden Sie hier:
Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) Leipzig
Gemeinsam mit dem Jugendamt wird im Rahmen eines Hilfeplanverfahrens geprüft, ob eine Tagesgruppe als geeignete Hilfeform in Frage kommt. Dabei wird die aktuelle Lebenssituation, der Unterstützungsbedarf und die Ziele der Hilfe besprochen.
Bei Bewilligung erfolgt die Aufnahme in enger Zusammenarbeit zwischen Jugendamt, Familie und unserer Einrichtung. Vor Beginn finden in der Regel ein Kennenlern- und Informationsgespräch sowie ggf. eine Hospitation statt.
Die Aufnahme erfolgt im Rahmen fachlicher und individueller Prüfung unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation und Rahmenbedingungen.
Die endgültige Entscheidung trifft der Allgemeine Soziale Dienst (ASD), die Einrichtungsleitung in enger Zusammenarbeit mit dem Team der Einrichtung.
Die Kosten für die Betreuung werden in der Regel vom zuständigen ASD (Jugendamt) im Rahmen der Hilfe zur Erziehung nach dem SGB VIII übernommen. Für Familien entstehen daher keine direkten Betreuungskosten. Siehe FAQ-Beantragung.
In einzelnen Fällen können zusätzliche Ausgaben entstehen, beispielsweise für Ausflüge, besondere Freizeit- oder Sportangebote oder eine zusätzliche Verpflegung. Hierfür ist ein kleiner Kostenbeitrag der Eltern wünschenswert. Die genaue Regelung wird im Rahmen des Hilfeplanverfahrens individuell besprochen und festgelegt.
Sollte es Ihrer Familie nicht möglich sein, diese zusätzlichen Kosten zu übernehmen, suchen wir gemeinsam nach einer passenden Lösung. Unser Ziel ist es, dass alle Kinder an den Angeboten der Tagesgruppe teilnehmen können.
Die Dauer der Hilfe ist individuell und richtet sich nach dem Bedarf des Kindes oder Jugendlichen sowie der Familie.
In der Regel handelt es sich um eine längerfristige Hilfe, die über mehrere Monate bis mehrere Jahre andauern kann.
Die Hilfe wird regelmäßig im Rahmen des Hilfeplanverfahrens überprüft und bei Bedarf angepasst.
Die heilpädagogische Tagesgruppe Dörte Herzog ist eine jungenspezifische Einrichtung für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren. Die Gruppengröße umfasst bis zu 10 Plätze.
Die Öffnungszeit während der Schulzeiten ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.
In den Schulferien bieten wir eine Betreuung von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr an.
Zwischen Weihnachten und Neujahr bleibt unserer Einrichtung geschlossen.
Die Tagesgruppe ist keine Schule und auch kein Hort.
Im Mittelpunkt steht nicht der Unterricht oder reine Betreuung, sondern die individuelle Förderung der emotionalen, sozialen und persönlichen Entwicklung.
Im Unterschied zur Schule liegt der Fokus nicht auf Lernleistungen, sondern auf der ganzheitlichen Begleitung im Alltag.
Auch gegenüber einem Hort unterscheidet sich die Tagesgruppe deutlich: Sie ist eine Hilfe zur Erziehung nach dem SGB VIII und wird gemeinsam mit dem Jugendamt im Rahmen eines Hilfeplanverfahrens organisiert und regelmäßig überprüft.
Die Tagesgruppe arbeitet eng mit Schule und Eltern zusammen, um die Entwicklung des Kindes ganzheitlich zu unterstützen und zu stabilisieren.
In unserer Tagesgruppe gibt es vielfältige pädagogische Angebote, die die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung unterstützen und ihnen unterschiedliche Erfahrungs- und Lernräume eröffnen.
Ein wichtiger Bestandteil ist das freie Spiel, das soziale Entwicklung, Selbstständigkeit und Beziehungsgestaltung fördert.
Ergänzt wird dies durch gezielte pädagogische Angebote in den Bereichen:
- Musik
- kreatives Gestalten
- Medien
- Bewegung
- Hip-Hop-Projektarbeit
Darüber hinaus finden regelmäßig Ausflüge in die nähere Umgebung statt, zum Beispiel auf Spielplätze, in Schwimmbäder, Museen oder Parks.
Die verschiedenen Räume der Einrichtung – wie Werkstatt, Medienatelier, Küche, Gruppen- und Rückzugsräume – bieten zusätzliche Möglichkeiten für unterschiedliche Aktivitäten und individuelle Bedürfnisse.
Die Zusammenarbeit mit Eltern und Sorgeberechtigten ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Ziel ist es, die Entwicklung des Kindes bestmöglich zu unterstützen und die familiären Ressourcen zu stärken.
Eltern und Sorgeberechtigte werden aktiv in den Hilfeprozess einbezogen und regelmäßig über die Entwicklung ihres Kindes informiert. Dies erfolgt durch regelmäßige Elterngespräche, Tür- und Angelgespräche im Alltag sowie durch terminierte Gespräche in der Einrichtung oder im häuslichen Umfeld (bei Bedarf).
Darüber hinaus gestalten wir die Zusammenarbeit durch gemeinsames Planen und Durchführen von Freizeitaktivitäten, beispielsweise im Rahmen von Ausflügen oder Projekten. Ergänzend finden Elternangebote wie Elternfrühstücke statt, die den Austausch und die Beziehung zwischen Familie und Einrichtung stärken.
Bei Bedarf werden gemeinsam mit den Familien konkrete Förderziele und Unterstützungsmaßnahmen entwickelt. Auch die Zusammenarbeit mit Schule, Jugendamt oder weiteren Fachstellen kann Teil des Hilfeprozesses sein.
Die Zusammenarbeit orientiert sich stets an der individuellen Situation der Familie und erfolgt in engem Austausch zwischen Eltern, Kindern und Fachkräften.
Die Elternarbeit dient dazu, die Entwicklung des Kindes nachhaltig zu unterstützen und die familiären Ressourcen zu stärken. Im Mittelpunkt steht eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Familie und Einrichtung.
Ziele der Elternarbeit sind insbesondere:
- Stärkung der Erziehungs- und Handlungskompetenz der Eltern
- Förderung eines besseren Verständnisses für die Bedürfnisse des Kindes
- Unterstützung im Umgang mit Belastungen und Konflikten im Familienalltag
- Verbesserung der Kommunikation zwischen Eltern und Kind
- Gemeinsame Entwicklung realistischer und erreichbarer Förderziele
- Stabilisierung des familiären Umfelds
Die Zusammenarbeit erfolgt stets auf Augenhöhe und orientiert sich an der individuellen Lebenssituation der Familie.
Der Tagesablauf ist klar strukturiert und bietet den Kindern und Jugendlichen Orientierung und Sicherheit.
Ein typischer Tag gestaltet sich in der Regel wie folgt:
- Ankommen in der Gruppe
- gemeinsames Mittagessen und ggf. Vorbereitung des Essens
- Hausaufgabenzeit mit pädagogischer Begleitung
- Angebotszeit sowie freies Spiel
- Aufräumen und kleinere Alltagsaufgaben
- gemeinsames Vesper (Nachmittagsimbiss)
Durch diese festen Abläufe und Rituale schaffen wir eine verlässliche und vertraute Umgebung. Gleichzeitig werden die Selbstständigkeit sowie die soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gezielt gefördert.